Unser Wein des Monats Juni

An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen Weine, die uns in der letzten Zeit besonders berührt haben, die auf unseren Proben herausragten und die ein gutes Preis-Geschmacks-Verhältnis aufweisen. Weine, die Sie unbedingt probieren sollten!

Couvent des Jacobins Blanc 2024 – klassischer Bourgogne Blanc

Maison Louis Jadot cuvetiert den Couvent des Jacobins Blanc aus Trauben der Côte Chalonnaise, die Struktur und Rückgrat geben, und aus dem Mâconnais, dessen Ertrag für die fruchtige Frische sorgt. Jadot vinifiziert ihn in den Hauseigenen Kellern in Givry, nah an den Weinbergen, von denen die Trauben stammen.

Das Prinzip im Glas ist einfach erklärt. Der im Stahltank gereifte Teil bringt Zitrus, weiße Blüte und frische Birne. Der für acht bis zehn Monate im großen Holz gereifte Teil gibt Struktur, und einen feinen, cremigen Schmelz. Zusammengeführt ergibt das einen Wein in hellem Goldgelb, mit Aprikose und Grapefruit in der Nase und einer salzig-mineralischen Spur im Nachhall. Ein Chardonnay, wie er an seinem Ursprungsort gedacht ist: saftig, präzise, mit mittlerem Körper und gekonnt dezentem Holzeinsatz.

Der Jahrgang 2024 passt zu diesem Stil. Er gilt als klassisch frisch, mit moderatem Alkohol und guter Säure. Die südlichen Regionen Côte Chalonnaise und Mâconnais zählen mit schön ausgereiften Weinen zu den Gewinnern dieses Jahrgangs. Der Couvent des Jacobins Blanc ist jetzt schön trinkreif und braucht keine lange Wartezeit im Keller.

Das Couvent des Jacobins war ein Dominikanerkloster im Zentrum von Beaune, das 1475 gegründet wurde. Maison Louis Jadot ist seit 1859 im Zentrum der Stadt ansässig, und zu den Kellern des Hauses gehören auch die des ehemaligen Klosters. Der Name ist also eine Referenz an die Geschichte des Hauses und seiner Heimatregion.

Im Aktionszeitraum bieten wir den Couvent des Jacobins Blanc im 5+1-Angebot an – bei sechs Flaschen ist eine gratis.

Purer Burgund-Genuss ins Glas!

Maison Louis Jadot

Burgund, verständlich gemacht

Wenige Häuser bilden Burgund so vollständig ab wie Louis Jadot. Gegründet 1859 in Beaune, reicht die Geschichte des Hauses bis 1826 zurück, als die Familie den Beaune 1er Cru Clos des Ursules erwarb, bis heute ein Schlüsselwein des Hauses. Jadot gehört zur Liga der großen Erzeuger in Beaune neben Namen wie Drouhin, Bouchard und Faiveley. Louis Jadot steht für einen Stil, den man als klassisch und distinguiert beschreiben kann: Terroirausdruck vor Effekt, kontrollierter Holzeinsatz, klare, kühle Frucht statt hoher Extraktion.

Geprägt wurde dieser Stil über Jahrzehnte von Jacques Lardière, der 42 Jahre als Kellermeister für Weinbereitung und Abfüllung verantwortlich war. Heute führt der renommierte Önologe Frédéric Barnier, seit 2010 im Haus, die Linie weiter. Eine Besonderheit erklärt die Verlässlichkeit der Weine: Jadot kauft bevorzugt Trauben von langjährigen Partnerwinzern und vinifiziert selbst, statt fertige Weine zu kaufen. Das sichert Kontrolle über Stil und Qualität, vom Bourgogne AOP bis zu den Grands Crus.

Das Haus besitzt eigene Domaines in der Côte d’Or, dazu starke Satelliten im Süden: Château des Jacques im Beaujolais und die Domaine J.A. Ferret in Pouilly-Fuissé sowie einen Keller in Chablis. Wer Orientierung in der komplexen Region sucht, findet bei Jadot einen verlässlichen Maßstab, der trockene, elegante, fein gezeichnete Weine über die gesamte Bourgogne hinweg liefert.

Die Bourgogne

Heimat des Chardonnays

Chardonnay wird auf jedem Kontinent angebaut, von Kalifornien über Australien bis Südafrika. Doch der Maßstab, an dem sich all diese Weine messen lassen, steht in der Bourgogne. Hier hat die Sorte ihre önologische Heimat, und hier entstehen die Weine, die für Winzer in aller Welt Vorbild sind.

Der Grund liegt im Boden und im Klima. Auf den Kalk- und Mergelhängen zwischen Chablis im Norden und dem Mâconnais im Süden zeigt Chardonnay eine Bandbreite, die keine andere Weißweinregion in dieser Dichte erreicht. Im kühlen Chablis wird er straff, salzig und feuersteinklar. In den großen Lagen der Côte de Beaune, in Meursault und Puligny-Montrachet, gewinnt er Tiefe, Schmelz und eine fast cremige Textur, ohne seine Spannung zu verlieren. In der Côte Chalonnaise und im Mâconnais wird er zugänglicher und fruchtbetonter, bleibt aber unverkennbar burgundisch. Eine einzige Sorte, viele Varianten, je nachdem, wo genau die Reben stehen.

Diese Vielfalt erklärt, warum Weißburgund seit Jahrhunderten als Referenz gilt. Es waren Zisterzienser und Cluniazenser-Benediktiner, die im Mittelalter die Lagen kartierten und den Gedanken prägten, dass der Ort den Wein bestimmt. Dieser Gedanke des Terroirs ist hier geboren und von hier in die Weinwelt gewandert. Wer sich für die vielleicht größte weiße Rebsorte interessiert, kommt an der Bourgogne nicht vorbei. Sie ist nicht eine Station unter vielen, sie ist der Ausgangspunkt.


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